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Microstock ja oder nein?

Microstock ja oder nein?

Bei meinen Kundengesprächen kommt immer mal wieder die Frage auf, ob die Investition in professionelle und individuelle Fotos Sinn mache- oder ob man nicht einfach auf ein Microstock-Foto von der Stange zurückgreifen solle. Warum soll man auch Geld ausgeben, wenn ich für lächerlich wenig Geld ein qualitativ gutes Bild bei einem Microstocker bekommen kann? Das typische „Negativbeispiel“ ist ein Foto zum Thema „helpdesk frau“ – bei Fotolia bekomme ich dafür ~14.700 Fotos zur Auswahl- zu einem Preis von ~8 Euro pro Foto (die meisten davon qualitativ durchaus hochwertig). Die Frage ist hier: Ist das Foto passend, um mich zu repräsentieren?

Microstock-Fotos haben durchaus Ihre Daseinsberechtigung. Auch ich habe immer mal wieder eine Serie, die ich über Microstock-Portale anbiete. Allerdings ist meiner Ansicht nach diese Entscheidung extrem vom Zweck abhängig. Microstock-Fotos sind gut, um abstrakte Themen vernünftig zu illustrieren, Bilder, die zum Beispiel keinen direkten visuellen Bezug zu einem Unternehmen haben. Auch allgemeine Produktbilder, die quasi sowieso immer gleich aussehen (ein Netzwerkkabel oder ähnliches) sind im Microstock-Bereich ideal aufgehoben. Hier spielt es keine Rolle, ob das Foto von der Stange ist oder nicht- es hat nichts mit Individualität zu tun- und möchte es auch nicht. Microstock-Fotos kommen dann an ihre Grenzen, wenn ich mich selbst, mein Unternehmen oder mein eigenes Produkt individuell präsentieren möchte.

Eine Firmenpräsentation auf der eigenen Internetseite hat genau das Ziel, dem potentiellen Kunden meine Individualität zu zeigen- und eben nicht einen Stereotyp. Ein potentieller Kunde, der sich die Webseite zwecks Entscheidungsfindung ansieht, bemerkt in den meisten Fällen, ob es sich hier um „weichgespülte“ und allgemein-gültige Stockfotos handelt, oder ob hier wirklich DAS gezeigt wird, was ich als Kunde dann auch bekomme. Am Beispiel des oben genannten „helpdesk frau“-Fotos heißt das: Jedem ist klar, dass es in einem helpdesk nicht genau so aussieht- es ist einfach eine Illustration, und dafür ist das auch adäquat. Wenn ich aber einen eigenen Helpdesk betreibe, den ich bewerben möchte, dann führt hier kein Weg an individuellen Fotos vorbei. So spiegelt das links abgebildete Foto (für einen selbstständigen Webdesigner) doch eine gewisse Individualität wieder. Es ist sicherlich kein hochglanzpoliertes Stockfoto- dafür gibt es zu viele „Ungereimtheiten“ wie z. B. der Ausschnitt des Laptops links unten im Eck oder die Kette, die nur teilweise sichtbar ist. Aber es ist sympathisch, es spiegelt die Realität, die ein potentieller Kunde bekommt, wieder. Außerdem kann man natürlich auch hier schöne Fotoserien erstellen, die einerseits das eigene Individuelle hervorheben, andererseits aber auch einige abstrakte Elemente enthalten- wie rechts im Beispiel. Ein sehr gutes (schlechtes) Beispiel für die negative Werbung von/mit Stockfotos war der Bundestagswahlkampf 2013: FDP und NPD haben mit dem selben „Familienbild“ geworben (http://www.pressesprecher.com/nachrichten/vorsicht-verwechslungsgefahr-10083). Die Verwechslung ist durchaus… aufgefallen, und das natürlich nicht positiv.

Gerne freue ich mich natürlich über Kommentare oder Anmerkungen und wünsche noch eine Schöne Woche!

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