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Foodfotografie mit Paprikas

Foodfotografie mit Paprikas

Am Wochenende war es wieder soweit: Ich habe eine Reihe von Fotos für Fotolia erstellt. In diesem Fall war das Thema „Paprika“. Ich wollte Paprikas so ablichten, dass sie vernünftig und frisch- quasi einladend- aussehen. „Foodfotografie“ nennt sich die Disziplin und sie ist immer mehr im kommen, ob für Prospekte, Kataloge, Speisekarten, Webseiten, usw. Hier einmal ein paar Auszüge aus dem Shooting, angefangen bei einem ganz normalen Foto mit weißem Hintergrund. Viele schwören ja auf „natural light“, also auf die Verwendung von natürlichem Licht von z. B. einem Fenster oder Balkon. Das hast seine Berechtigung, ich habe aber alle Aufnahmen mit 2 Blitzen und entsprechenden Reflektoren gemacht. Ich finde man bekommt dadurch ein nachvollziehbareres und reproduzierbares Ergebnis, den selben Weißabgleich, etc. Das ist dann interessant, wenn man zum Beispiel Reihen von Aufnahmen macht.

Food-Foto „grüne Paprika“ / Sony Alpha 7II, 55mm/f16 @2,5s und iso200

 

Das war eines der Ersten Aufnahmen und sah auch ganz ok aus. Aber es fehlt hier einfach die „Frische“, irgendwie ein Zeichen, dass man reinbeißen möchte…  Außerdem wurde der (fast) weiße Hintergrund transparent gemacht (typisch Freisteller). Essentiell ist hier der richtige Winkel des Objekts sowie die genaue Ausrichtung der Blitze- hier kommt es auf Zentimeter an, die den Unterschied machen zwischen einer Aufnahme mit einer entsprechenden Tiefenwirkung und einer Aufnahme, die „platt“ aussieht. Probieren ist hier angesagt.

Food-Foto „grüne Paprika“ / Sony Alpha 7II, 55mm/f16 @2,5s und iso200

Danach habe ich das ganze noch auf einem schönen (zugegebenermaßen ist das sicher subjektiv) Hintergrund fotografiert- hier ein typisches, etwas rustikales, Küchenbrett. Hier sieht man auch gleich den Grund, warum ich auf nachvollziehbares Licht, WB, usw. lege: um solche Effekte realisieren zu können: Nachdem dieser Part im Kasten war, wollte ich noch etwas Schattierung haben, quasi eine Spiegelung auf dem Holzbrett. Das geht ganz einfach mit einer Glasplatte von einem normalen Wandbild oder ähnliches. Wichtig ist hier nur, dass das Glas völlig sauber und auch frei von Fingerabdrücken ist:

Food-Foto „bunte Paprika“ / Sony Alpha 7II, 55mm/f16 @1s und iso160

Anschließend habe ich noch ein bisschen mit Lightroom experimentiert und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden:

Food-Foto „rote Paprika“ / Sony Alpha 7II, 55mm/f16 @1s und iso160

Ich habe dazu primär „schwarz“ und „tiefen“ nach unten gezogen. In dem Fall ist es einigermaßen in Ordnung, allerdings kann man an der Qualität der Aufnahme sehen, dass solch eine Aufnahme direkt beim Fotografieren definitiv besser zu machen ist- die Lightroom-Variante ist hier nur die Notlösung.

Die Kamera ist per USB-Kabel mit dem Notebook verbunden- somit ist ein direktes Tethering nach LR möglich (Software „remote camera control“). Die Kamera wird einmal eingerichtet und manuell fokussiert (automatisches fokussieren bei Blende 16 und ohne Einstelllicht ist nicht wirklich machbar). Die Blitze waren auf 1/2 bis 1 der Leistung und werden mit einem YN-622 ausgelöst. Die Blitze sind übrigens auch YN-Blitze, spielt aber keine Rolle. Das funktionierst sehr gut, vor allem für den echt fairen Preis. Ausgelöst habe ich primär direkt am Notebook per remote camera control- dort habe ich auch Blende/Iso/Belichtung geändert, wenn notwendig. Blende 16 hat sich für mich in diesem Beispiel als guten Kompromiss gezeigt (Stichwort Tiefenschärfe). Das Objektiv ist mit Blende 16 glücklicherweise noch vollkommen in Ordnung (jegliches Anomalien können im LR mit der Objektivkorrektur angepasst werden). Mit der Anpassung der Iso konnte ich sehr granulare Änderungen vornehmen, wenn notwendig. Hier haben teilweise 50Iso schon eine gravierenden Unterschied gemacht im Hinblick auf die 3d-Wirkung der Aufnahmen. Ich habe die Aufnahmen anschließend in Adobe Lightroom entwickelt. Die üblichen Anpassungen waren die Objektivkorrektur, Belichtung/Gradation wenn mir die Helligkeit nicht gepasst hat, Weißabgleich, Dynamik/Sättigung um die Farben besser hervorzuheben und die Luminanz, um geringfügige Oberflächenprobleme der Paprikas glattzubügeln. Ein Wort zum Thema Weißabgleich: Ich habe bei fast allen Aufnahmen eine Graukarte ganz leicht an einem Bildrand mitfotografiert, um den WB auch überall sauber und gleich zu haben. Wenn ihr jetzt Lust an Food-Fotografie bekommen habt, dann viel Spaß damit! Die Fotos sind natürlich auch online beziehbar unter https://de.fotolia.com/p/204037975. Die Bilder in diesem Beitrag dürfen nicht verwendet werden.

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